Über 80 Prozent der Menschen, die sich in einem Fitnessstudio anmelden oder online Fitnesstipps googeln, haben das Ziel, abzunehmen. Es wird gestrampelt, es werden Hanteln gestemmt und Kursstunden besucht. Nach einigen Wochen erfolgt jedoch meist die Ernüchterung: Auf der Waage ist trotz zahlreicher schweißtreibender Übungseinheiten kein Kilo runter. Werden die Trainer damit konfrontiert, erhält der Trainierende häufig die Antwort, dass nun Muskeln aufgebaut wurden und die sich auf der Waage mit dem durch das Training abgebauten Körperfett ausgleichen, denn Muskeln sind schwerer als Fett. Aha? Andere erfahren, dass für das Abnehmen die Ernährung verantwortlich ist und ohne Umstellung, sprich weniger Essen, kaum eine Gewichtsabnahme erfolgt. Das wusste man eigentlich auch vorher. Zurück bleibt der enttäuschte Trainierende. So hat man ihm doch erklärt, dass durch das Training und dem damit verbundenen Muskel- und Kraftzuwachs sich der tägliche Kalorienverbrauch erhöht, was zum Abnehmen führt. Wieviel muss man dann eigentlich trainieren?

Der Motivation für das Training gibt das natürlich einen Dämpfer. Ab jetzt wird das Training zu einer Frage der Disziplin und der Überwindung des inneren Schweinehundes.

Was ist passiert? Ist man einfach nur einem Irrglauben aufgesessen und die in den Medien publizierte Aussage, dass vermehrte Bewegung zum Abnehmen führt, funktioniert nicht, oder hat man einfach zu wenig getan? Liegt es am eigenen Körper, ist man ein hoffnungsloser Fall?

Wie kommt es zur Gewichtsreduktion?

Um dieses Phänomen zu verstehen, betrachten wir einmal, wie es denn eigentlich zur Gewichtsreduktion kommt. Verlieren möchte man natürlich das am Körper unschöne Depofett. Jeder Mensch besteht aus bis zu 100 Billionen Körperzellen. Jede Körperzelle ist ein eigenes kleines Kraftwerk, das die Aufgabe hat, Energie zu erzeugen. Um Energie erzeugen zu können, ist natürlich immer ein Brennstoff notwendig, ähnlich wie in einem Ofen. Die Zellen gewinnen ihre Energie hauptsächlich aus Fettsäure- oder Glucosemolekülen (Zucker). Diese werden jeweils in der Zelle unter Hinzufügen von Sauerstoff, der aus der eingeatmeten Luft über die Lunge und die Blutbahnen in die Zelle gelangt, oxidiert.

Um Fett als Energieträger für die Gewinnung von Zellenergie zu nutzen, ist ungefähr 4-mal mehr Sauerstoff in der Zelle notwendig als bei der Verbrennung von Zucker. Nun bekommt man durch intensiveres Atmen nicht unbedingt mehr Sauerstoff in die Zellen. Ausschlaggebend ist vielmehr die Fähigkeit des Organismus, den im Blut vorhandenen Sauerstoff in die Zellen zu transportieren. Diese Fähigkeit ist von Person zu Person sehr unterschiedlich. Es hängt von verschiedenen Dingen ab; ein wesentlicher Grund ist der Trainingszustand der Person. In der Umgebungsluft befinden sich weltweit ungefähr 21 Prozent O2, welches mit jedem Atemzug eingeatmet wird. Eine vernünftig trainierte Person atmet z.B. 15 Prozent O2 mit der Atemluft aus. In diesem Fall sind bei dieser Person 6 Prozent O2 (21 – 15 = 6) für die Energiegewinnung in den Zellen verblieben. Eine andere Person gleichen Alters und Geschlechts atmet allerdings 18 Prozent O2 (dieser Wert wird häufig gemessen) wieder aus. Für die Energiegewinnung sind nur 3 Prozent O2 in der Zelle verblieben.

Wenn nun kaum Sauerstoff in die Zelle kommt, wie soll die Zelle aus Fett Energie gewinnen? Da unser Organismus kreativ ist, wird dieser die Energie aus Zucker verwenden, denn dafür ist weniger Sauerstoff notwendig. Wie soll der Organismus sonst mit dem wenigen Sauerstoff die benötigte Energie bereitstellen?

Dass sich die Person vielleicht nach Low Carb ernährt, also über die Ernährung wenig Kohlenhydrate aufnimmt, stört den Organismus kaum. Da der Stoffwechsel-Organismus sehr komplex arbeiten kann, werden Umbauprozesse der Energiequellen eingeleitet mit dem Ziel, am Ende der Zelle doch den O2 sparsameren Zucker als Energiequelle zur Verfügung zu stellen. Zudem sind erst die freien Fettsäuren an der Reihe bevor es an das Depotfett geht.

Körperfett wird dann trotz Reduktion oder Low-Carb-Ernährung kaum verloren. Dies führt zum berühmten „Set Point“. Das bedeutet: Egal wie wenig man auch zu essen scheint, es kommt zu keiner Gewichtsreduktion ab einem bestimmten erreichten Körpergewicht.

Abnehmen ist demnach in hohem Maße von der Fähigkeit des Organismus abhängig, Sauerstoff in die Zellen zu transportieren. Schlanke Menschen bekommen in der Regel mehr Sauerstoff in die Zellen als Übergewichtige. Das macht den Unterschied! Der Sauerstoff gibt den Takt an!

Aber nicht nur für das Abnehmen ist der Sauerstoffanteil in der Zelle maßgebend, auch für alle anderen gesundheitlichen Parameter. Ein Mensch, der ausreichend O2 in die Zellen bekommt, ist gesünder, voll Lebenskraft und mental stabiler.

Über die richtige Trainingsintensität kann man darauf Einfluss nehmen, wieviel Sauerstoff während des Trainings in die Zellen gelangen soll, entsprechend, ob mehr Fett oder Kohlenhydrate für die Energiegewinnung verwandt werden.

Noch viel entscheidender ist: Durch das Trainieren in der richtigen Trainingsintensität, kann dem Organismus wieder die Fähigkeit zurückgegeben werden, auch nach dem Training unter Ruhebedingungen mehr Sauerstoff in die Zellen zu transportieren. Nur so kann auch nach dem Training über Stunden und Tage Fett als Energiequelle verstoffwechselt werden. Dadurch wird Abnehmen und ein gesünderes Leben ermöglicht.

Welche Maßnahmen ergeben sich aus einer Stoffwechselanalyse?

Die Personen, für die Trainingspläne erstellt werden sollen, sind sehr unterschiedlich. Damit die Ziele erreicht werden, muss der individuelle Zustand einer Person ermittelt, die Ziele festgelegt und Kontrollmessungen durchgeführt werden.  Durch eine solche Körperanalyse unterscheiden wir uns von vielen anderen Fitnessstudios, insbesondere von Discountern. Diese verzichten weitgehend auf Betreuung, andernfalls wären solch geringe Mitgliedsbeiträge nicht möglich. Eine seriöse Diagnostik mit anschließender Beratung macht den Unterschied.

Mit dem e-scan-Test können wir in wenigen Minuten den optimalen Fettverbrennungspuls sowie den höchst intensiven Trainingspuls ermitteln. Unsere Software zeigt die Werte der Testperson. Auf Basis der Testdaten erstellen wir dann Ihre Trainings- und Ernährungspläne für die nächsten 3 Monate.

Trainingssteuerung mit dem e-scan

Bei fast allen Belastungsprogrammen steht nach wie vor das Verbrennen von Kalorien im Vordergrund. Man ist der Meinung, dass ein Zusammenhang zwischen Trainingsintensität und Gesundheit ziemlich einfach sei. Hartnäckig hält sich der Glaube, dass Abnehmen und Gesundheit eine Frage der Energiebilanz ist, was dazu führt, dass Trainings häufig sehr intensiv durchgeführt werden, denn die aufgewendete Zeit soll auch etwas bringen. Die Philosophie lautet, „mehr bringt mehr“.

Wenn es aber durch das zu intensive Training zur Schädigung der Zelle durch Stoffwechsel-Abfallprodukte gekommen ist, dann sinkt die Fähigkeit der Zelle, in den Stunden und Tagen danach Sauerstoff aufzunehmen. Dies führt in der Folgezeit zu einer überwiegenden Energiegewinnung aus Zucker statt aus Fett,  weil der Sauerstoff fehlt. Damit wird das Ziel abzunehmen durch eine falsche Trainingsintensität verfehlt. Nur damit kein Missverständnis entsteht: Natürlich macht es auch Sinn, intensiv zu trainieren und den Körper bis an die Belastungsgrenze zu fordern, egal ob bei Ausdauer oder Kraft. Aber nicht wegen der verbrauchten Kalorien, sondern aus Gründen der Leistungssteigerung. Dies hängt allerdings von den Zielen der Person und deren Leistungsvermögen ab.

Sauerstoffaufnahme der Zellen als Trainingsphilosophie

Auf Basis des e-scan-Tests ergibt sich eine andere Trainingsphilosophie. Auf Grund der Testdaten und der persönlichen Ziele der Testperson wird festgelegt, ob es zu einer gesundheitsorientierten oder leistungssteigernden Trainingssteuerung kommen soll. Die Zielsetzung erfordert nämlich durchaus unterschiedliche Trainingsintensitäten.

Ein Training bei niederer Pulsbelastung erzielt bei fast allen gesundheitlichen Zielen, wie Verbesserungen von hohem Blutdruck, Diabetes, koronaren Herzkrankheiten, arteriellen Verschlusskrankheiten, Schlaganfall und auch beim Abnehmen bessere Ergebnisse. Liegen allerdings die Ziele bei Fitness- und Leistungssteigerung, dann sind höhere Trainingsintensitäten angebracht. Doch für wen ist was sinnvoll und in welcher Kombination?

Spitzenathleten erzielen weitere Leistungssprünge, indem sie über einen längeren Zeitraum in einem niederen Pulsbereich trainieren und damit erst einmal die Grundlagenausdauer verbessern. Dies ist auch entscheidend für den Muskelzuwachs. In vielen ihrer Laktattests führen sie auch Messungen von Ammoniak durch. Ammoniak ist ein Abfallprodukt der Energiebereitstellung und ein Zwischenprodukt des Proteinstoffwechsels. Die aktive Muskulatur und die Leber sind die Hauptproduzenten. Sehr hohe Ammoniakwerte sind Ausdruck einer sehr hohen Belastung. Normal sind Ammoniakwerte von bis zu 10 ug/dl. Bei intensivem Krafttraining treten aber häufig Werte von über 200 ug/dl auf. Ammoniak wird dann verstoffwechselt, wenn körpereigenes Eiweiß zur Energiebereitstellung herangezogen wird. In diesem Fall bewirkt ein zu intensives Krafttraining das Gegenteil. Es kommt einfach nicht zum Muskelaufbau, sondern durch das Training eher zum Muskelabbau.

Gegenüber anderen Tests basiert der e-scan-Belastungstest darauf, über die Atemgase die Sauerstoffaufnahme bei bestimmten Belastungen zu messen und hat das Ziel, die mitochondriale Leistung der Zellen zu steigern. Das bedeutet, richtig dosiertes Training führt zu einer besseren Sauerstoffaufnahme der Zellen im Alltag. Eine Woche besteht aus 168 Stunden. Wenn Sie pro Woche 3 Stunden trainieren dann sind für das Abnehmen und die Gesundheit nicht die 3 Stunden entscheidend, sondern welche Zellleistung Sie während der restlichen 165 Stunden haben. Wird in dieser Zeit Depotfett zur Energiegewinnung eingesetzt, dann wird abgenommen. Wenn nicht dann nicht. Die restliche Zeit ist entscheidender als die 3 Stunden des Trainings. Der Ansatz, die Zeit des Trainings aber auch die Zeit danach zu beachten, sollte die Grundlage der Trainingsphilosophie sein.

Eine Trainingssteuerung sollte auf der Frage aufgebaut werden, wie derzeit die Zellen fähig sind, Sauerstoff aufzunehmen. Ist ein Organismus überlastet, sei es nun durch körperliche oder aus mentalen Gründen, dann ist dies sofort über den Sauerstoffgehalt in den Zellen messbar. Die Trainingsphilosophie über die e-scan Messung basiert auf einer Trainingssteuerung und Planung auf der Basis des Sauerstoffverbleibs in der Zelle. Dies ist eine seriös messbare Größe. Die Wirkung des Trainings kann über die Veränderung der Sauerstoffaufnahme wirksam überprüft und feinjustiert werden.

 

 „Sauerstoff ist die Quelle des Lebens aller Zellen. Alle ernsten Krankheiten werden begleitet von niedrigem Sauerstoff-Status. Sauerstoff-Mangel im Körpergewebe ist ein sicherer Indikator für Krankheit….“

Dr. Stephen Levine,
Ph.D., Molekular-Biologe und Genetiker

 

 

 

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